Wunderland - Kurzgeschichte zum Thema Starkult

 

 

 

 

 

Hannah liebt Dean, doch Dean ist ein berühmter Rockstar und scheint für sie unerreichbar. Um ihm nah zu sein, schreibt Hannah ihm jeden Tag in ihrem Blog. Doch dann scheint ein Treffen greifbar nah!

 

 

Er umfasst meine zitternde Hand, zieht mich langsam zu sich und haucht: „Du bringst mich um den Verstand!“ Ich inhaliere seinen Geruch. Ich kann im Halbdunkeln seine dunklen Augen funkeln sehen. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Er streichelt mein Gesicht. „Ich brauch dich, jetzt und hier und ganz.“  

 

„Hannah, Hannah!“ Genervt reiße ich die Stöpsel aus meinen Ohren und schaue meine Mutter an, die sich mit Gummihandschuhen und Putzlappen bewaffnet vor mir aufgebaut hat. „Hannah. hast du gesehen wie du wieder die Küche hinterlassen hast? Die Wurstdose und der Käse stehen noch draußen. Mensch, das muss doch in den Kühlschrank! Wird doch alles schlecht, wenn es stundenlang rumsteht. Und wozu haben wir eine Geschirrspülmaschine? So schwer kann es doch nicht sein, Teller und Besteck in die Hand zu nehmen und einzuräumen. Ein bisschen mehr Verstand kann ich von einer Fünfzehnjährigen doch eigentlich erwarten.“

 

„Ja, sorry“, gebe ich genervt zu Antwort. „Ich hatte Hunger. Von deiner Hühnersuppe heute Mittag kann ja kein Mensch existieren. Ich habe gleich zwei Stunden Hip-Hop Training. Da brauche ich Kalorien.“      

 

Mam motzt unbeeindruckt weiter: „Auf dem ganzen Boden findet man deine Brotkrümel. Das ist das letzte Mal, dass ich dir hinterherräume. Und hattest du nicht gesagt, du schreibst Morgen eine Englischarbeit?“

 

„Ja, tue ich. Du siehst doch, dass ich gerade mit meiner Englisch-App auf dem Handy lerne“, lüge ich und deute auf mein Handy.

 

„Na hoffentlich bringt es was. Es ist was für dich angekommen.“ Sie zieht mit ihren Gummihandschuhen umständlich einen Umschlag aus der Hosentasche.

 

„Endlich!“, jubele ich, reiße ihr den harmlos wirkenden Umschlag aus der Hand und öffne ihn hektisch.

 

„Die Konzertkarten für Jupiter!“

 

„Na, dann kannst du ja jetzt wieder beruhigt schlafen und musst den armen Postboten nicht mehr stalken. Der hat nämlich gerade höchstpersönlich geklingelt und die Sendung abgegeben, weil du ihn jeden Tag genervt hast.“ Mam verlässt putzenderweise mein Zimmer, aber nicht, ohne vorher noch einmal einen angeekelten Blick in meinen Papierkorb zu werfen, der, zugeben, überquillt.

 

Eigentlich ist Mama gar nicht so übel. Zumindest hält sie sich an unsere Abmachung, dass ich in meinem Zimmer schalten und walten kann, wie es mir gefällt. Nach unserem letzten richtig fetten Krach, haben wir vereinbart, dass ich die Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad möglichst (die Betonung liegt auf möglichst) aufgeräumt verlasse und sie im Gegenzug mein Zimmer nicht mehr kritisiert. Ihr war meine Wandgestaltung ein Dorn im Auge. „Warum verhunzt du die frisch renovierten Wände? Du kannst doch nicht dein ganzes Zimmer mit dieser Teenie-Band und diesem Sänger tapezieren. Man kriegt ja Albträume von diesem Kerl“, meinte sie, als sich meine Sammlung nach und nach vergrößerte.

 

„Dieser Kerl heißt Dean und ist zufällig der Leadsänger von Jupiter, der besten Band der Welt.“

 

„Ich dachte immer, das wären die Ärzte“, meinte sie nur trocken.  

 

Mit Mam kann man nicht über Musik diskutieren. Ihr Geschmack ist in dieser Beziehung ebenso unterirdisch wie ihr Männergeschmack. Sonst hätte sie sich nicht Langweiler Christoph geangelt und würde nicht ständig zu irgendwelchen Schlagerfestival-Konzerten gehen. Aber seit Mam endlich wieder einen Freund hat, ist es erträglicher mit ihr geworden. Meine Liebe zu Dean wird sie trotzdem nie nachvollziehen können. Das kann keiner, höchstens Lilly, meine beste Freundin. Und die ist, Gott sei Dank, in Leon, dem Gitarristen von Jupiter, verknallt. Lilly steht mehr auf blonde Locken. Dean ist extrovertiert und doch zurückhaltend. Diese Kombination macht ihn total anziehend. Seit vier Monaten stellt Dean mein Leben total auf den Kopf. Mit Jupiters ersten Hit „Keiner weiß es“ hat sich Dean sofort in mein Herz gesungen. Seit Wochen ist ihr Album „Planeten“ auf Platz Eins der Charts und ich höre mein Lieblingslied „Wunderland“ von morgens bis abends. Ich liebe diesen Song einfach! Und ich liebe Dean. Seine Augen sind fast schwarz, mysteriös und tiefgründig. Er trägt seine dunkelbraunen, schulterlangen Haare meist zu      

 

einem Zopf gebunden. Wenn er dann bei der Bühnenperformance  richtig abgeht, lösen sich ein paar Haarsträhnen und er steckt sie mit einer lachenden und unverschämt anziehenden Art und Weise wieder hinter seine Ohren. Er ist nicht so pubertär und pseudogestylt wie die Typen auf meiner Schule. Er wirkt schon so erwachsen, obwohl er erst achtzehn ist.

 

Ich stopfe die Ohrstöpsel wieder rein und lasse den Song von vorne laufen.

 

„Du bringst mich um den Verstand! Ich will dich jetzt und hier und ganz. Komm, ich bring dich in mein Wunderland.“

 

Ich checke auf Instagram, ob er neue Bilder von sich gepostet hat. Hat er aber nicht. Das letzte Foto zeigt ihn heute Morgen im Bad beim Zähneputzen. Ich like und kommentiere jedes seiner Bilder, aber er hat noch nie darauf reagiert. Wenn, dann kommentiert er nur so allgemein an alle. Kein Wunder bei über einer halben Millionen Follower. Also schreibe ich jeden Tag in meinen Blog und poste so oft es geht den link unter seine Bilder. Unter www.sunnygirl2003.de bekomme ich öfter Komplimente und Einträge von anderen Fans. „Hey, super Seite. Ich liebe Dean auch“ und so. Aber wen interessieren die ganzen anderen Gänse? Ich bin sein größter Fan und irgendwann wird er das entdecken. Das weiß ich! Er muss einfach!  

 

Sunnygirl2003:     

Lieber Dean, ich habe deinen Unfall beim Videodreh immer noch nicht ganz verdaut. Ich hoffe dir geht es wieder besser und es war wirklich nur ein Bänderriss und nichts Schlimmeres. Lilly hat die Schlagzeile morgens im Bus erzählt. Ich konnte mich während der Mathestunde kaum konzentrieren, bin irgendwann aufs Klo und habe geheult. Ich war so megaerleichtert, als du ein paar Stunden später auf Instagram geschrieben hast, dass du nur leicht am Knöchel verletzt wurdest. Immer wieder muss ich jetzt daran denken, was Dir alles beim Sturz von der Bühne hätte passieren können.  

 

Die Karten für dein Konzert sind gestern Abend endlich angekommen. Ich dachte schon, die Ticketzentrale hat da irgendwas verpennt. Ich bin halb wahnsinnig geworden, jeden Tag zum Briefkasten gerannt. Aber jetzt halte ich die Tickets für Lilly und mich endlich in der Hand. Ich freu mich so ungemein, bin aber auch traurig, dass es noch so ewig dauert. Ich weiß nicht, ob ich es noch fünf Monate aushalten kann.

 

P.S.: Vielleicht liest du das ja, ich habe manchmal das Gefühl, wir würden uns schon ewig kennen und du verfolgst mein Leben so wie ich deins. Tust du das? Ach scheiße, ich schreib Quatsch und hör jetzt lieber auf.

 

#HdldeineSunny #Deanforever #Jupiter 

 

Dann flechte ich meine dunkelblonden Haare schnell zu einem Zopf, schnappe meine Hip-Hop Sachen und sehe zu, dass ich Lilly die freudige Nachricht schnellstens persönlich überbringe. „Tschüss, Mam. Bis später“, rufe ich und bin schon aus der Tür raus.

 

Lilly wartet vor der alten Turnhalle auf mich. „Die Konzertkarten sind angekommen“, rufe ich und laufe mit roten Wangen auf sie zu.

 

„Das wurde auch Zeit.“

 

„Ich freu mich so tierisch. Wenn es nur nicht so lange dauern würde“, füge ich seufzend hinzu.

 

Lilly grinst, wirft ihre langen, braunen Haare zurück und sagt: „Und wenn ich dir jetzt sage, dass du gar nicht mehr so lange warten musst?“ Gespielt gelangweilt betrachtet sie ihre Fingernägel. „Ich muss unbedingt meine Nägel für Morgen lackieren.“

 

„Wieso?“

 

Lilly grinst breit und lässt dann die Bombe platzen.  „Jupiter geben morgen ein Radiointerview bei RadioForYou4 in Köln. Und weißt du was?“ Lilly macht eine effektvolle Pause. „Ich weiß in welchem Hotel sie absteigen!“ Damit schmeißt sie beide Arme in die Luft und fängt an wie ein Gummiball auf und ab zu hüpfen. Nach einer kurzen Schocksekunde gebe ich einen lauten Schrei von mir und falle in die Hüpferei ein. Wir umarmen uns, küssen uns, umarmen uns, schreien, küssen uns und können uns gar nicht beruhigen.

 

„Woher hast du das eigentlich?“, frage ich, als ich mich halbwegs beruhigt habe.

 

„Vom meinem lieben Cousin. Der macht doch gerade ein Volontariat bei RadioForYou4.“

 

„Das Interview findet morgen Nachmittag statt. Die Jungs von Jupiter checken gegen 10 Uhr im Hotel ein, geben Zeitungsinterviews, fahren dann zu RadioForYou4 und sind abends für die Aufzeichnung bei einer Fernsehsendung gebucht.“

 

„Mensch Lilly, wie kommen wir denn nach Köln? Und Morgen ist doch Schule?“

 

Lilly verdreht die Augen „Was interessiert uns die Schule? Ich werde Leon sehen und du Dean! Vielleicht können wir uns ins Hotel schmuggeln. Das ist DIE Chance für uns. Ich habe schon alles abgecheckt: Der ICE nach Köln fährt um 5.40 Uhr vom Hauptbahnhof. Von da fahren wir mit der Bahn zum Excelcior Hotel. Gegen 8 Uhr müssten wir ankommen. Wir hätten zwei Stunden um uns ins Hotel einzuschleusen.“

 

Mir ist irgendwie schlecht. Ich werd Dean sehen! In Live und in Farbe! Mein Magen fühlt sich an, als hätte ich einen  Fidget Spinner verschluckt.

 

„Meine Mutter dreht am Rad, wenn sie rauskriegt, dass ich die Schule schwänze. Mensch, wir schreiben doch morgen Englisch.“

 

„Vergiss Englisch. In ein paar Jahren kräht kein Hahn mehr nach einer versauten Englischnote, wenn du mit Dean auf Tournee gehst. Ich habe mir was überlegt. Pass auf...“ 

 

 

Mit Schmetterlingen im Bauch und seiner Stimme im Ohr, laufe ich nach Hause.

 

Du bringst mich um den Verstand! Ich will dich jetzt und hier und ganz. Komm, ich bring dich in mein Wunderland. Dreh dich mit mir, lass dich fallen in diesen Tanz. Wunderland. Wunderland. Nur mit dir kann ich das Fieber spüren, komm lass mich dich noch einmal so berühren.“ 

 

Seine Texte touchen mich immer wieder. Als hätte er sie für mich, für uns, geschrieben. Wie oft hat er in Interviews schon erzählt, er wäre auf der Suche nach der wahren Liebe. Wenn ich es nun bin, die für ihn geschaffen ist? Dann ist es Schicksal, dass wir uns endlich begegnen. Dafür würde ich alles tun, auch meine Mutter anlügen.

 

Lillys Plan sieht wie folgt aus: Wir werden uns heute ziemlich früh ins Bett verabschieden und vorher noch schnell erwähnen, dass wir uns Morgen vor der Schule wegen der Englischarbeit treffen, um ein paar Vokabeln durchzugehen. Meine Mutter steht meistens erst gegen halb sieben auf. Sie wird gar nicht merken, dass ich bereits aus dem Haus bin. 

 

Zuhause stecke ich noch schnell meinen Kopf ins Wohnzimmer. Mam hat Besuch von Christoph. Umso besser. Ich nuschele was von „Nochmal bisschen Englisch üben vorm Schlafengehen“ und dass ich mit Lilly vor der Schule dringend noch eine Sache in Grammatik durchgehen muss. Meine Mutter nickt nur abwesend und ist wieder bei ihrem Christoph, Jauch und der Millionen. 

 

SunnyGirl2003: 

Lieber Dean, vielleicht ist morgen endlich der Tag gekommen, an dem wir uns sehen werden. Ich bin so wahnsinnig aufgeregt. Mehr kann ich jetzt nicht erzählen. Bin völlig fertig, muss jetzt Vorbereitungen treffen. Deine Sunny

 
#HdldeineSunny #Deanforever #Jupiter 

 

Die Nacht scheint nicht zu vergehen. Ich mache kaum ein Auge zu und stehe immer wieder auf, um meine Sachen zu checken: Rucksack, Kosmetiktasche, Haarbürste, Portemonnaie. Gegen zwei Uhr überkommt mich dann doch die Müdigkeit und ich schlafe ein. Mein Handy vibriert um 4.30 Uhr unter meinem Kopfkissen. Ich bin sofort hellwach, schlüpfe in meine Klamotten und schleiche ins Bad. Es ist ruhig im Haus. Wenn Mam aufsteht, werde ich längst auf dem Weg zum Bahnhof sein. Mein Handy vibriert erneut.

 

Nachricht von Lilly: „Alles klar? Bin schon unterwegs. Leon ich koooommme.“

 

Ich hole noch schnell eine Flasche Wasser aus der Küche, stecke sie in meinen Rucksack und tapse im Dunkeln zur Haustür.  

 

„Hannah?“ Ich zucke zusammen. Das Flurlicht geht an und meine Mutter steht verschlafen und mit irritiertem Gesichtsausdruck in ihrem lila Nachthemd vor mir. „Hast du auf die Uhr geguckt? Es ist nicht mal fünf Uhr.“

 

Ich atme tief durch, jetzt bloß keinen Fehler machen. „Ich habe dir doch gestern gesagt, dass ich mit Lilly die Grammatik durchgehen muss“, versuche ich betont relaxt zu erwidern.

 

Meine Mutter macht einen Schritt auf mich zu, schaut mich erst verwundert, dann ärgerlich an. „Um 5 Uhr morgens? Mit einer Kriegsbemalung im Gesicht als würdest du zum Karneval gehen?“

 

Ich kaue nervös auf meiner Unterlippe.

 

„Und wo ist dein Schulrucksack?“

 

„Mama, ich muss jetzt gehen. Lilly wartet.“ Schnell wende ich mich zur Tür.

 

„Momentchen! So nicht, mein liebes Kind“, zischt meine Mutter scharf und packt mich am Ärmel.

 

Ich gerate in Panik. Ich werde den Zug verpassen. Ich reiße mich los und breche in Tränen aus. „Ich muss jetzt gehen. WIRKLICH.“

 

Aber es hilft nichts. Meine Mutter stellt sich vor die Tür und ich erhalte die Standpauke meines Lebens. Ich heule und bettele, erkläre, kreische und stampfe - erfolglos. Meine Mutter hat die Tür verschlossen und schüttelt nur immer wieder mit dem Kopf „Was für eine Schnapsidee, wegen so einem Freak.“ 

 

"Keiner weiß es. Keiner sieht es mir wirklich an. Keiner weiß, dass dieser Schmerz mich töten kann. Ich lass sie reden und hör ihnen gar nicht zu. Es gibt nur einen, der weiß was du fühlst, und das bist du."

 

Sunnygirl2003

Lieber Dean, ich bin so unglücklich. Hab das ganze Wochenende durchgeheult. Nachdem Mam mich erwischt hat, hat sie mich später höchstpersönlich zur Schule gefahren. Ich war so kurz davor dich zu treffen. Wäre ich doch einfach weggelaufen. Immer und immer wieder höre ich mir auf der YoungRadio4-Webseite euer Interview an und höre deine Lieder. So bin ich dir wenigstens ein bisschen nah.

 

Der Tipp war wohl nicht ganz so geheim. Lilly hat lediglich ein Foto von Leon von hinten machen können, dann wurde sie von den Massen weggedrängt. Jetzt hat sie zwei Wochen Hausarrest. Da geht es ihr nicht besser als mir, auch wenn ich kein Stubenarrest habe. Mama meinte, dass ich genug gelitten hätte und ich habe sowieso keinen Bock raus zu gehen. Sie hat mir sogar gestern einen Jupiter Kalender vor die Tür gelegt. Irgendwie ja süß von ihr, aber ich hasse sie trotzdem für das was sie mir angetan hat. Wenn du doch nur mit mir reden könntest, wenn du doch nur wüsstest, dass ich existiere. Für immer, deine Sunny

 

#HdldeineSunny #Deanforever #Jupiter

 

 

Laura hat mich zum Kino überredet, also raffe ich mich nach Dauerheulorgien auf und verlasse das Haus. Vielleicht lenkt mich das etwas ab. Die ersten zwei Teile dieser Götter-Fantasy-Trilogie laufen hintereinander im Cinemaxx. Ich hätte mir lieber den Zeichentrickfilm Cats and Mice angeschaut, weil Dean den Mäusekönig synchronisiert hat, aber Laura steht total auf diesen Göttergeschichten-Kram und den Hauptdarsteller Jamie Hemmingfield. Ich werde mit Lilly in Cats und Mice gehen, wenn ihr Stubenarrest endlich abgesessen ist.  

 

Sunnygirl2003

Lieber Jamie, Du hast mich total in deinen Bann gezogen. Ich weiß ja, dass es nur eine Rolle ist, die du spielst. Aber der Göttersohn steht dir so verdammt gut. Seit ich dich das erste Mal gesehen habe, muss ich immer wieder an dich denken. Fünfmal war ich in den letzten Wochen im Kino um dich zu sehen und habe mir sofort „Göttersohn" auf Bluray gekauft. Immer und immer wieder muss ich mir die Titelsongs aus dem Film anhören und an dich denken.

 

#HdldeineSunny #Jamieforever #Götterherzen 

 

Es klopft an der Tür. Meine Mutter steht mit einer Paketrolle im Türrahmen. „Cool. Das sind die Filmposter, die ich ersteigert habe.“ Ich entrolle die Bilder. Da schaut er mich an, mit seinem geheimnisvollen, göttlichen Blick. Seine Augen sind tiefblau wie das Meer und durch die blonden Haare, die er für den Film lang und gelockt trägt, könnte man ihn wirklich für einen Gott halten. Seine Ausstrahlung ist unglaublich.

 

Laura hat in einem Internetforum gelesen, dass er im nächsten Frühjahr einen neuen Film in Paris drehen wird. Wir sind fest entschlossen nach Frankreich zu fahren, auch wenn wir noch nicht wissen, wie wir das anstellen sollen. Bis dahin spare ich jeden Cent.  

 

Während ich meine Filmplakate über die vorpubertären Poster klebe und mit halben Blick meine gleich ablaufende Versteigerungsaktion für meine Konzertickets im Laptop verfolge, höre ich meinen Lieblingssong „Devine“ aus dem Götterherzen Soundtrack.  

 

„I will love you until the end of time, you’re my heard, you’re my only devine.” 

 

  

©Text und Songs: Angelika Hesse

 

 

 

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