Magazin Schule, So lernen und leben wir, Print-Ausgabe Nr. 3, Mai/Juni/Juli 2017 - "Meine Schwester wird anders"

 

..."So sehr wünsche ich mir meine alte Schwester  zurück! Die den ganzen Tag mit mir im Haus Verstecken spielt, im Keller den Playmobil­Reiterhof aufbaut, im Garten um die Wette schaukelt oder in den Büschen auf Tierexpedition geht. Ich kann mit niemandem so gut spielen."...

 

..."Sie versteht nicht, dass man auf dem Gymnasium viel mehr lernen muss als in der Grundschule. Meistens bin ich nach den Hausaufgaben so kaputt, dass ich einfach nur meine Ruhe haben, chillen, lesen oder mit meinen Freundinnen chatten will. Natürlich  spiele ich ab und zu noch mit ihr. Am  Wochenende schlafen wir manchmal sogar gemeinsam in meinem Bett, quatschen, kuscheln und hören eine CD, nur nicht mehr ganz so oft wie früher. Ich mag auch am Wochenende nicht mehr ihre Kinderfilme gucken, sondern schaue lieber mit meinen Eltern Fernsehen oder beschäftige mich allein in meinem Zimmer."...

 

Die große Schwester war immer da - als Beschützerin, Vorbild, beste Freundin. Nun ist sie in der Pubertät und hat keine Lust mehr mit der Kleinen Ponyhof zu spielen. Die Neunjährige leidet, die Dreizehnjährige ist genervt. Ich habe Gedanken und Gefühle der Mädchen protokolliert. Herausgekommen ist ein emotionales Portrait über ihre innige Schwesternbeziehung.

 

 

Magazin Schule, So lernen und leben wir, Print-Ausgabe Nr. 2, April/Mai 2017 - "Weil ich ein Mädchen hab"

 

..."Natürlich hätte ich mich auch über einen Jungen gefreut. „Man nimmt was kommt“ und „Hauptsache gesund“, so heißt es doch! Man darf sich nicht explizit ein Geschlecht oder eine Haarfarbe wünschen. Hormongesteuerte Frauen sind da extrem abergläubisch und ich hätte mich nie getraut, öffentlich einen derart dreisten Sonderantrag an die Natur zu stellen. Aber nun hat die Natur es gleich zweimal so gewollt und ich habe mich ihrem Willen sehr gerne gefügt. Denn während in einigen Ländern dieser Welt, wie Indien und China, immer noch massenhaft Mädchen abgetrieben werden, weil Töchter dort unerwünscht und wertloser als Söhne sind, kann ich mir nichts Schöneres vorstellen als Töchter zu haben. Ich liebe es eine Mädchen-Mama zu sein!"...

 

 Ich bin mit Leib und Seele Mädchen-Mama. Eine Liebeserklärung an meine Töchter.

 

 

Magazin Schule (Focus), So lernen und leben wir, Print-Ausgabe Nr.  April/Mai 2016  - "Rabenmutter auf Reisen"

 

..."Fünf Schultage! Werden mich meine Töchter für eine Rabenmutter halten, weil sie morgens ihnen Kakao selber machen müssen und ich ihnen ihre Klamotten nicht nachtrage? Was, wenn die Große genau in dieser Woche die Mathearbeit schreibt und ich nicht helfen kann? Was, wenn eines der Kinder krank wird? Mein Mann ist immer etwas hilflos in solchen Situationen. Mathe liegt ihm ebenso wenig. Kann ich mich mitten im Schulalltag einfach so davonstehlen?  Kann ich riskieren, dass die Kinder ihre Hausaufgaben vergessen und jeden Tag zu spät zur Schule kommen? Wenn ich meine Töchter morgens nicht wie ein Oberfeldwebel zum Aufstehen und Anziehen antreibe, rühren sie sich nämlich erst gar nicht. Und was essen sie überhaupt, wenn ich nicht da bin? Jeden Tag Fastfood - kann ich das verantworten? „Klar kannst du“, meint mein Mann nachdrücklich. „Wir kommen auch ohne dich klar. Du musst nicht immer denken, du wärst unersetzlich. Dann läuft eben nicht immer alles perfekt. Na und?“ ...

 

Ferien vom Familienalltag: einfach mal treiben lassen, in den Himmel gucken und weder an Hausaufgaben noch Pausenbrote denken. Darum kümmert sich zu Hause mal der Papa. Klappt das bei einem Kontrollfreak wie mir? Ich habe den Selbstversuch gestartet und bin eine Woche mit meiner Freundin ohne Familienanhang nach Zypern geflogen.

Magazin Schule (Focus), So lernen und leben wir, Print-Ausgabe Nr. 2 April/Mai 2015 - "Hetz mich nicht" 

 

"Als ich 1978 eingeschult wurde, habe ich auf die Schule förmlich gebrannt. Als Novemberkind ödete mich der Kindergarten so an, dass ich das letzte halbe Jahr zuhause blieb. Nach Hause kommen, schnell Hausaufgaben machen, fertig. Die Grundschule läuft doch noch problemlos! Das dachte ich zumindest vor ein paar Jahren noch, bis meine älteste Tochter, ein Märzkind, zum Vorschulkind wurde."...

 

Kinder nach dem gesetzlichen Stichtag zurückstellen zu lassen, ist bei uns in NRW so gut wie unmöglich. Meine älteste Tochter wurde eingeschult, obwohl sie meines Erachtens noch absolut nicht schulreif war. Meine jüngste Tochter musste ich mit 5 Jahren einschulen, weil sie eine Woche vor dem gesetzlichen Stichtag (bei uns in NRW der 30.09.) geboren wurde. Sie war ebenfalls noch überfordert. Ich habe beide Kinder zurücksetzen lassen. Kein einfacher Weg, aber für uns definitiv der richtige.

Federwelt - Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, Ausgabe Nr. 114 Oktober/November 2015

 

Über vierstellige Verkäufe via KDP zum digitalen Imprint eines Publikumsverlags. Mein Erfahrungsbericht.

 

https://www.autorenwelt.de/magazin/federwelt/archiv/federwelt-52015