Aus der Trickkiste einer Mutter

Wie erledigt man seine Textarbeiten, wenn einem die Kinder lautstark die Bude abreißen oder die Tochter meint, es wäre GENAU JETZT der Zeitpunkt gekommen den Vogelflug auf der Flöte zu üben????

 

Wenn man der Tochter ständig vorpredigt, sie solle mehr üben, ist es pädagogisch natürlich absolut kontraproduktiv, ihr die Flöte um die Ohren zu hauen. Wenn sich der Notenständer dann auch noch aus Platzgründen ausgerechnet im Arbeitsbereich der armen Autorenmutter befindet, bleibt nur der Griff in die Trickkiste: In diesem Falle in die Schublade. Unauffällig holt man die lila Gummipfropfen aus der Schublade und stopft sie sich in die Ohren. So arbeitet man in aller Ruhe weiter, lobt anschließend überschwänglich die fortgeschrittenen Flötenkünste und hofft, dass die Musikerin den Betrug nicht bemerkt hat.

 

Der Einsatz dieser Hilfsmittelchen eignet sich natürlich für jegliche Art der Reizüberflutung oder Lärmbelästigung, z.B. wenn nerviges Kollegen-Geplapper nicht mehr erträglich wird, auf Familienfesten, für eine ruhige Nacht neben schnarchenden Partnern (Vorsicht: Nicht zu empfehlen, wenn man auf den Wecker angewiesen ist!), auf Heavy Metal Konzerten und als Prophylaxe gegen Mittelohrentzündung im Urlaub (Bakterienfalle Hotelpool). Earplugs dürfen, meiner Meinung nach, in keinem Haushalt fehlen!